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FREPA in Germany

This country page offers an overview about developments in Germany and documents available in German. This page is only available in the country's language.

Der REPA und plurale Ansätze in Deutschland

Diese Länderseite bietet einen Überblick über Entwicklungen in Deutschland und über Materialien, die auf Deutsch verfügbar sind.

Der REPA im Überblick:

Worum geht es? Es geht um eine umfassende Beschreibung sowie Konkretisierung mehrsprachiger und interkultureller Kompetenzen und Ressourcen, die im Unterricht am besten durch Plurale Ansätze entwickelt werden können. Somit leistet der REPA einen entscheidenden Beitrag zur Verwirklichung der vom Europarat vorgeschlagenen Bildungsziele in den Bereichen Sprachen und Kulturen.

Was sind plurale Ansätze? Plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen sind Lehr- und Lernverfahren, die zugleich mehrere Sprachen bzw. sprachliche Varietäten und/oder Kulturen einbeziehen. ...mehr 

Wer sollte den REPA kennen? Lehrende aller Fächer mit Interesse an der Förderung mehrsprachiger und interkultureller Bildung, Ausbildende von Lehrkräften, Bildungsverantwortliche, Curriculumsplanende, LehrwerkautorInnen

Der REPA bietet:

WAS KÖNNEN PLURALE ANSÄTZE UND DER REPA FÜR DAS SPRACHENLERNEN IN DEUTSCHLAND LEISTEN?

Plurale Ansätze sind eine Möglichkeit, im Bildungssystem der sprachlichen Vielfalt zu begegnen und ihr gerecht zu werden. Einerseits sind die deutschsprachigen Länder alle durch Migrationsprozesse zu vielsprachigen Gesellschaften geworden. Andererseits müssen die Lernenden in Schulen und Bildungsinstitutionen auf die Anforderungen einer zunehmend globalisierten Welt mit ihren spezifischen Anforderungen sprachlich und interkulturell vorbereitet werden. Diese Entwicklungen erfordern eine Erweiterung des bisherigen Umgangs mit Sprachen und Kulturen, der vorwiegend Einzelsprachen und –kulturen isoliert betrachtet hat. 

Plurale Ansätze hingegen versuchen, sowohl über Sprach- als auch Fachgrenzen hinweg vernetzt zu arbeiten. Denn sie stellen die Bereiche Wissen, Einstellungen und Fertigkeiten zum Umgang mit mehreren Sprachen und Kulturen in den Mittelpunkt. Dadurch wird es auch ermöglicht, die Vielfalt der Sprachen und Kulturen in Gesellschaft und Schule angemessen zur Geltung zu bringen.
Durch das sprachen- und kulturenübergreifende Arbeiten können Synergieeffekte für das Lernen und Lehren geschaffen und genutzt werden. Darüber hinaus werden der individuelle Zugang der Lernenden zur Mehrsprachigkeit und Interkulturalität gefördert. Diese Herangehensweise ermöglicht ein effizienteres Sprachenlernen, da der Fokus auf dem Erwerb von übergreifenden Strategien liegt, die auch für das individuelle lebenslange Lernen weiterer Sprachen genutzt werden können. Zwar können Schulen nicht alle benötigten Sprachen vermitteln, dafür aber den Aufbau von Strategien fördern, sprachliche und kulturelle Herausforderungen autonom zu bewältigen.   

Welche Möglichkeiten bietet der REPA?
Der REPA bietet einen theoriegeleiteten, strukturierten Orientierungsrahmen für mehrsprachiges und interkulturelles Lernen. Er leistet Lehrenden Hilfestellung bei der Entwicklung, Konzeptionalisierung und Bewertung von Unterrichtsmaterialien und –aktivitäten. Darüber hinaus ermöglicht er die gezielte Förderung ausgewählter Kompetenzen der Lernenden. Die wissenschaftliche Fundierung des REPA bietet Lehrenden die Sicherheit, ihren Unterricht im Einklang mit dem aktuellen Stand der Forschung zu Mehrsprachigkeit zu gestalten. Er kann zudem Grundlage für (Kern-)Curricula und Lehrpläne für den Sprach- und bilingualen Sachfachunterricht sein. 

Die gemeinsam mit dem REPA online veröffentlichten Unterrichtsmaterialien stellen bereits erprobte, direkt einsetzbare Unterrichtsaktivitäten zur Verfügung.  

REPA-Instrumente auf Deutsch

In Vorbereitung networks

Beispiele für Unterrichtsmaterialien

Behr, Ursula (Hrsg.)(2005): Sprachen entdecken – Sprachen vergleichen. Kopiervorlagen zum sprachen-übergreifenden Lernen Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Latein. Cornelsen.  

Holzinger, Gabriele; Seeleitner, Isolde; Castillo de Kastenhuber, Claudia; de Lara Fernández, Carlos; Rückl, Michaela; Rigamonti, Enrica, Moriggi, Rachele (2012): Descubramos el español. Spanisch interlingual, Lehr- und Arbeitsbuch mit interaktiver CD-ROM. Wien: Verlag Hölder-Pichler-Tempsky GmbH. 

Rückl, Michaela; Brandner, Irene; Guicheney, Gaelle; Holzinger, Gabriele; Pruniaux, Flavie (2013):  Découvrons le français. Französisch interlingual, Lehr- und Arbeitsbuch mit interaktiver CD-ROM. Wien: Verlag Hölder-Pichler-Tempsky-GmbH. 

Schröder-Sura, Anna (2012). Euroguayana – Sprachen in Europa und der Welt – Ein Umsetzungsvorschlag zur Arbeit mit dem Referenzrahmen für Plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen (REPA-CARAP). Ein Blick über den Tellerrand.  Aktivitäten zu Projektergebnissen des Europäischen Fremdsprachenzentrums des Europarates als Appetithäppchen für die Praxis. Graz: ÖSZ, 23-32.  Publikation downloaden

Veranstaltungen

Bundeskongress der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer:
Faire vivre le français - Vielfalt im Französischunterricht 28.02. - 02.03.2013
an der Ruhr-Universität-Bochum Der Referenzrahmen für Plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen - Neue Sprachlernerlebnisse durch sprachenübergreifendes Lernen im Französischunterricht (Maik Böing und Anna Schröder-Sura)

25. Kongress für Fremdsprachendidaktik der DGFF: Sprachenausbildung - Bildung aus Sprachen - Sprachen bilden aus.25.09. - 28.09.2013 Programmübersicht
Prof. Dr. Michel Candelier & Anna Schröder-Sura: Mehrsprachige Curricula in Europa -Neuorientierungen, Entwicklungen, Beispiele

CertiLingua Jahrestagung
26. – 27. September 2013, Lille
Details und Anmeldung bis zum 6. September: http://www.kt-termine.nrw.de/app/kteam/Event/event.asp?P=event&ENr=6041&KNr=0

CertiLingua Schultagung Nordrhein-Westfalen 28.-29. November 2013, Soest. Details folgen auf www.certilingua.net

Publikationen zum REPA

Martinez, Hélène & Schröder-Sura, Anna (2011). „Der Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen: Ein Instrument zur Förderung mehrsprachiger Aneignungskompetenz“. Die Neueren Sprachen. Sprachdidaktische Synergien – der Mehrwert der Mehrsprachigkeit. Jahrbuch des Gesamtverbandes Moderne Fremdsprachen, 2(2011) , 66-81.

Meißner, Franz-Joseph (2011). Konstruktion von Aufgaben zur Sprachlernkompetenz mit dem Referenzrahmen für plurale Ansätze (REPA). In: Fäcke, Martinez & Meißner (Hrsg.): Christiane Fäcke, Hélène Martinez, Franz-Joseph Meißner: Mehrsprachigkeit: Bildung – Kommunikation – Standards. Akten des 3. Bundeskongresses des GMF 2010. Stuttgart: Klett 74-98.

Erfahrungsberichte

In Vorbereitung

Kontakt 

Anna Schröder-Sura
Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Romanistik
Didaktik der romanischen Sprachen und Literaturen
Karl-Glöckner-Strasse 21/G
D-35394 Gießen
Tel. : +49 (0)641/99-31313
Anna.Schroeder-Sura@romanistik.uni-giessen.de

Dr. Beatrice Schmitz
Referatsleiterin Referat 522
Fremdsprachen, Internationale Abschlüsse, Bilinguauler Unterricht, Weiterbildungskollegs
Tel.: +49 (0)211-5867-3450
beatrice.schmitz@msw.nrw.de
www.schulministerium.nrw.de

Prof. Dr. Franz-Joseph Meißner
Didaktik der romanischen Sprachen
Institut für Romanistik
Justus-Liebig-Universität Gießen
www.uni-giessen.de/cms/meissner

Das REPA-Projekt des EFSZ stellt einen wichtigen Bezug für länderübergreifende Arbeiten in Deutschland zur Beschreibung mehrsprachiger und interkultureller Kompetenzen sowie der Sprachlernkompetenz dar. Als solches hat dieses Projekt die grundsätzliche Unterstützung der Kultusministerkonferenz als nationale Kontaktstelle zum EFSZ (www.kmk.org)

Weitere Kontakte und Netzwerke

Maik Böing
Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Köln
Seminar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen
Claudiusstr. 1
50678 Köln
boeing@franz-biling.de

Schulische Gesamtsprachencurricula - PlurCur
Maledive - Sprachliche und kulturelle Vielfalt im Unterricht der Mehrheitssprache
LACS - Sprachenverbände und Stärkung ihrer gegenseitigen Zusammenarbeit
EPOS - European language e-portfolio - Supporting local

Die Verantwortung für diese Seite liegt bei
Anna Schröder-Sura

Mitarbeit: Maik Böing

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